Jarhead
Ein Kriegsfilm an dem der Krieg vorbeiläuft. Weder heroischen Pathos, wie in den Kiegsfilmen der 50er/60er, noch absolutes Grauen wie in Filmen á la “Full Metal Jacket” oder “Apokalypse Now” gibt es in Jarhead zu sehen.
Der Film zeigt den oft banalen Alltag der Soldaten im Irakkrieg 1991, der ja der erste Konflikt mit sogenannten chirurgischen Angriffen und high-tech Spielereien wie Infrarotgesteuerten Marschflugkörpern war. Und so warten die Marines in ihrem Lager in der Wüste auf den Einsatz und vertreiben sich die Zeit mit Gefechtsübungen, präpubertären Gesprächen uber sinnlose Themen und vor allem Selbstbefriedigung. Und das sorgt letztendlich für das Filmvergnügen. Eine Komik, die nicht durch erzwungene Witze, sondern durch nachvollziehbare Situationen entsteht.
Ich war ehrlich gesagt positiv überrascht, das dieser Film konsequent eine neue Richtung des Kriegsfilms einschlägt. Der Irakkrieg war weder ein (im nachhinein) glorifizierter Angriff auf eine weltweite Bedrohung (WW2) noch ein Desaster, dass eine ganze Generation Amerikaner psychisch und ideologisch spaltete (Vietnam). Also erwartet keine epischen Massenschlachten oder grausame, blutige Massaker.
Fazit: 7 von 10 Wichsvorlagen


1 11.01 13:10 alex sagt:
werden uns den Film heute auch anschauen, vielleicht kommt noch eine Wichsvorlage dazu
2 11.01 19:41 matthias sagt:
der film ist wirklich gelungen besonders das er seiner erzählweise treu bleibt. einziges manko ist das die GI’s mehr mit der tonspur als mit irakis zu kämpfen haben. man bedenke vor allem das hier ein gi seine erlebnisse niedergeschrieben hat die dann verfilmt unter der regie von Sam Mendes [amerikan beauty] verfilmt wurden.
3 13.01 09:37 alex sagt:
Mir hat der Film auch nicht schlecht gefallen -nette Mittwoch Abend Unterhaltung - nicht mehr, nicht weniger
4 13.01 19:54 flo sagt:
ich müsste lügen, wenn ich sagte noch nie einen besseren Film zum Thema “Krieg” gesehen zu haben. Der Streifen war ganz nett, allerdings hatte ich mir doch etwas mehr erwartet. Die Story plätschert vor sich hin und zum Schluss fragt man sich schon, ob dies wirklich alles gewesen sein soll.